Vier Jahre habe ich auf einen Titel gewartet.
Die Senior-Aufgaben hatte ich längst übernommen, den Titel nicht. Alle vier bis sechs Monate ein Gespräch. Im vierten hieß es: Wir vergeben die Stelle an niemanden.
Danach habe ich mir vier Fragen schriftlich beantwortet, über mehrere Wochen. Ein paar Monate später habe ich gekündigt. Es folgten 158 Bewerbungen und 158 Absagen.
Heute arbeite ich mit Frauen, die an so einem Punkt stehen. Sie wissen, was sie wollen, und schieben die Entscheidung trotzdem vor sich her.
Wenn du erzählst, was gerade nicht geht, hörst du meistens dasselbe: Es ist doch gerade schwierig. Sei froh, dass du überhaupt zurück bist. Mach dir nicht so viel Druck. Das ist gut gemeint und rät dir jedes Mal zur Anpassung.
Ich gehe davon aus, dass du die Antwort meistens schon kennst. Ich frage nach, bis sie in einem Satz dasteht, den du auch jemand anderem sagen kannst.
Am Anfang steht eine ehrliche Bestandsaufnahme: sieben Lebensbereiche, Ist und Soll, auf Papier. Alles danach baut darauf auf.
Sitzungen aus Ausbildung, Mentoring und eigener Praxis.
Sieben Jahre internes Weiterbildungsprogramm der Serviceplan Gruppe, mit Schwerpunkten in Diversity und Gender Equity, Kommunikation und Feedback, Führung in schwierigen Phasen und künstlicher Intelligenz.
Ich arbeite mit Frauen, die hinsehen wollen, auch wenn das Ergebnis unbequem ist. Wer eine Methode sucht, die niemandem etwas abverlangt, ist bei mir falsch.
Wir schauen, wo du stehst und ob wir zusammenpassen. Wenn nicht, sage ich es dir.
Es gibt drei Wege, und sie unterscheiden sich darin, wie viel du auf einmal angehst: einen einzelnen Termin für eine Frage, die ansteht. Ein Fünferpaket für eine Phase, die sich über Monate zieht. Oder Eigenregie — zwölf Wochen an deiner Reihenfolge, in der Gruppe oder allein mit mir.